Traditionen und Bräuche in Vietnam

Wir haben in diesem Beitrag ein paar Informationen über Traditionen und Bräuche in Vietnam gesammelt, diese finden Sie so in keinem Reiseführer. Wir hoffen, es wird Ihnen dadurch leichter fallen die Denkweisen der Einheimischen zu verstehen, mit ihnen in Kontakt zu kommen und eine unvergessliche Reise zu erleben.

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Vietnam Traditionen

Ahnenverehrung

In Vietnam wird angenommen, dass verstorbene Vorfahren weiterhin in einem anderen Reich leben und dass es die Pflicht ihrer Nachfahren ist, ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Im Gegenzug geben die Vorfahren Ratschläge und dienen als Glücksbringer. In fast jedem Haus in Vietnam steht ein kleiner Altar, der zur Kommunikation mit den verstorbenen Angehörigen dient. Die Bräuche bestehen darin, Früchte, Speisen, Wein und Votivpapier zu opfern, Kerzen anzuzünden und Räucherstäbchen zu verbrennen, bevor vor dem Altar gebetet wird.

Verbrennen von Votivpapier

Viele Reisende in Vietnam fragen sich: „Warum verbrennen Vietnamesen ständig farbige Papiere?“ Diese Papiere sind als sogenannte „Votivpapiere“ bekannt – das können Häuser, Kleidung, Falschgeld, Autos, Motorräder etc. aus Papier sein – der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt! Die Papiere stellen Geschenke für die Vorfahren dar. Nach der Verbrennung wird ein wenig Wein auf die Asche gestreut, damit die Geister in den Himmel aufsteigen und die Gaben zu den Vorfahren bringen können. Dieses Ritual findet regelmäßig an bestimmten Tagen wie Festen, Neu- und Vollmondtagen, jährlichen Ahnenjubiläen oder zum Mondneujahr statt.

Animistische Überzeugungen

In der vietnamesischen Popkultur haben sich animistische Volksreligionen mit Religionen wie dem Hinduismus, Buddhismus, Konfuzianismus, Taoismus oder Christentum vermischt und wurden nicht verdrängt. Animisten glauben, dass Seelen oder Geister sowohl in nichtmenschlichen Wesen als auch in Menschen existieren und dass alle Phänomene und Kräfte im Universum von Geistern und den Seelen der Toten kontrolliert werden, die beide maßgeblich am Schicksal eines Individuums beteiligt sind. Eine große Anzahl von Göttern wie die Sonne, der Mond, das Land, der Berg, der Fluss, das Wasser oder der Baum werden seit der Antike verehrt. Wenn sie besänftigt werden, bieten sie den Lebenden Schutz; wenn sie ignoriert werden, verursachen sie Unglück.

In Vietnam ist der Animismus vor allem bei den ethnischen Gemeinschaften im Hochland von größerer Bedeutung. Mit einem Leben das sich ausschließlich um die Landwirtschaft dreht, führen viele Gemeinden in Vietnam jährliche oder sogar monatliche Rituale durch, um von den Göttern Segen für das Pflanzen und Ernten zu erbitten.

Vor jeder neuen Ernte organisieren beispielsweise Co To Familien eine Zeremonie, um dem Waldgeist zu danken, dass er ihnen Nahrung und Kleidung gegeben hat. Die Opfergaben umfassen Wein, Huhn, Fisch, gedämpften Klebereis und Obst.

Gott des Reichtums

Nach vietnamesischer Auffassung ist Than Tai („Gott des Reichtums“) eine Art „Wohltäter“, der Vermögen ins Geschäft bringt. Grundsätzlich sollte der Altar in einer gut belüfteten Position, in einer Ecke des Raumes oder vor dem Eingang aufgestellt werden. Deshalb findet man einen kleinen Altar wie diesen in fast jedem Geschäft, jedem Restaurant und jedem Hotel in Vietnam.

Besuch der Pagode

Wenn der Frühling kommt, gehen viele Vietnamesen in die Pagoden und Tempel, um für Gesundheit, Frieden und Glück zu beten. Das ist ein Moment, in dem sich die Menschen an einem spirituellen Ort versammeln, die Schwierigkeiten im Leben hinter sich lassen und gemeinsam die Harmonie von Himmel und Erde spüren.

Mond-Neujahrstreffen (Tet-Fest)

Das vietnamesische Neujahrsfest (Tet) findet ab dem ersten Tag des ersten Monats des Mondkalenders (um Ende Januar oder Anfang Februar) für mindestens drei Tage statt. Es ist ein freudiges Familientreffen voller Lächeln und Segen, um im Kreise der Familie den Wunsch nach einem Jahr voller Glück, Wohlstand und Güte auszudrücken. Mehr Informationen über das wohl berühmteste Fest in Vietnam finden Sie in unserem Blogbeitrag zum Tet-Fest.

Wie Sie sehen können, ist Vietnam nicht nur ein Land mit schönen Stränden, majestätischen Bergen und einer ausgezeichneten Gastronomie. Im Laufe der reichen und langen Geschichte Vietnams zeichnet sich das ganze Land auch dadurch aus, dass es sich bemüht, die nationale Identität und das faszinierende kulturelle Erbe das von Generation zu Generation weitergegeben wurde zu bewahren und so eine Verschmelzung zwischen traditionellen und modernen Werten zu erreichen.

Neugierig geworden? Nehmen Sie Kontakt mit unseren Vietnam-Experten auf und planen Sie noch heute Ihre Reise ins Land der Drachensöhne!

Christina Bauer

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