Tourismus und Tradition im Chin Staat

Sie interessieren sich für das Reiseland Myanmar? Wir stellen Ihnen Tourismus und Traditionen im Chin Staat sowie den alten Brauch der tätowierten Frauen vor. In dieser Gegend lassen sich tolle ursprüngliche Reiseerfahrungen sammeln.

Myanmar Chin Staat

Im Chin Staat lassen sich unentdeckte Gebiete erkunden

Der Chin-Staat befindet sich im westlichen, an Indien grenzenden Teil von Myanmar. Die Bevölkerung ist eine tibeto-birmanische Volksgruppe, welche als Chin bezeichnet wird. Das Volk umfasst circa 1,5 Millionen Chin, die zu etwa 37 verschiedenen Gruppen gezählt werden.

Diese Gegend wurde erst seit kurzem für den Tourismus geöffnet. Somit ist der Chin Staat einer der letzten wenigen Gebiete, die vom Tourismus weitestgehend unberührt sind. Viele der Dörfer sind nur zu Fuß zu erreichen, da es bis heute wenige bis keine geteerten Straßen, Stromleitungen oder Internetanschlüsse gibt.

Touristen haben die Möglichkeit unberührte Landschaften, traditionelle Chin Dörfer und das in Verbindung mit den legendären antiken Städte Bagan oder Mrauk U kennenzulernen. Es kann auch durchaus passieren, dass Sie einer im Gesicht tätowierten Chin über den Weg laufen.

tätowierte Chin

Doch was hat es mit den tätowierten Frauen im Chin Staat auf sich?

Das Tätowieren hat in einigen Völkern in Myanmar eine jahrhundertealte Tradition. So auch unter den Mitgliedern des Chin-Volkes. Die Technik der Gesichts-Tätowierung des Chin-Volkes ist aber nicht mit unserer westlichen zu vergleichen. Den jungen Mädchen wurden meist im Alter von 7 Jahren Zeichnungen in das Gesicht gestochen. Dies geschah in einer schmerzhaften Prozedur über einen langen Zeitraum hinweg mit Dornenkämmen und einem Gemisch aus Ruß und Pflanzensäften.

Die Tätowierungen erinnern an Spinnennetze, weshalb die Frauen oftmals auch als „Spinnennetzfrauen“ bezeichnet werden. Der Hintergrund dieser Tradition ist nach wie vor umstritten. Einige gehen davon aus, dass die verschiedenen Tätowierungen auf die Stammeszugehörigkeit zurückzuführen sind.

Andere meinen, dass die Tätowierungen eine Voraussetzung für die Heirat waren. Es gibt auch Angaben, dass diese Tradition Mitte des 18. Jahrhunderts aufgrund der Expansionspläne der damaligen burmesischen Könige entstand. Sie ließen die damalige siamesische, im Osten gelegene Hauptstadt Ayutthaya plündern. Diese Ruinen gehören inzwischen dem UNESCO-Weltkulturerbe an.

Außerdem sollen die Burmesen alle hübschen Chin-Mädchen nach Mandalay entführt haben. Daraufhin beschlossen die Führer des Chin-Volkes, den weiblichen Nachwuchs seiner Schönheit zu berauben, indem ihre Gesichter tätowiert wurden.

Diese Tradition wird schon lange nicht mehr fortgeführt, unter anderem auch weil sie verboten ist. Deshalb gibt es nur noch wenige tätowierte Chin. In einigen Jahren werden nur noch Fotos an dieses Ritual erinnern.

Mann und tätowierte Chin Frau

Als Tourist unterwegs im Chin Staat

Als Reisender unterswegs im Chin Staat erwarten Sie aufregende Gebirge, bergige Landschaften und sattgrüne Täler, die von zahlreichen reißenden Flüssen unterbrochen werden. Die touristische Infrastruktur ist recht einfach und ermöglicht gerade deshalb einen ganz besonderen Einblick in die traditionsbewusste Lebensart der Chin. Wir haben ein paar Myanmar-Beispielreisen für Sie bereitgestellt, die wir gerne nach Ihren individuellen Wünschen für Sie anpassen.

Den Chin Staat können Sie hautnah auf einer Individualreise-Trekkingtour mit Green Tiger Travel entdecken. Bei dieser abenteurlichen Privatreise wandern Sie ab Bagan durch spektaktuläre Landschaften bis in den Chin Staat. Sie werden durch abgelegenen Dörfer laufen wo nur wenige Touristen bislang vorbeikommen. Kontaktieren Sie unsere Myanmar-Reiseexperten für eine individuelle Beratung.

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